Lernwerkstatt 4.0 offiziell eröffnet


Das lange Warten hat ein Ende. Heute war der Tag, an dem das zdi-Schülerlabor „Lernwerkstatt 4.0“ offiziell eröffnet wurde. Gut 100 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Schul- und Hochschullandschaft kamen zur feierlichen Einweihung, an deren Höhepunkt die Urkunde für das zdi-Schülerlabor signiert vom NRW-Wissenschaftsministerium enthüllt wurde.

Pünktlich ab 10 Uhr nahm die Veranstaltung ihren Lauf und auf der Bühne begrüßten die drei Moderatoren Tilmann Fuchs (Sozialdezernent des Kreises Steinfurt), Kerstin Helmerdig (zdi-Geschäftsstelle Düsseldorf) und Benedikt Karrasch (Schulleiter des Berufskollegs Rheine) insgesamt sieben Vertreter zu einer lockeren Gesprächsrunde:

  • Dr. Klaus Effing (Landrat des Kreises Steinfurt),
  • Dr. Eckhard Finke (Professor am Fachbereich Maschinenbau an der Fachhochschule Münster),
  • Yvonne Gebauer (NRW-Schulministerin),
  • Klaus Kaiser (Staatssekretär im NRW-Wissenschaftsministerium),
  • Heinz-Josef Müller (stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Rheine),
  • Thomas Schnelling (Personalleiter der Renk AG) und
  • Yvonne Sundermann (Schulleiterin der Elsa-Brändström-Realschule Rheine).

Die Teilnehmer sprachen über die neuen Möglichkeiten, die sich nun sowohl für Schulen als auch Unternehmen auftun. Durch die Nähe zur Fachhochschule Münster lassen sich weitere Synergien nutzen. Denn der Fachkräftemangel im Kreis Steinfurt mit aktuell unter vier Prozent Arbeitslosigkeit ist mehr als spürbar. Alle waren sich einig, dass gar nicht früh genug damit begonnen werden könne, für MINT zu werben. Und mit der Lernwerkstatt 4.0 besteht jetzt die Gelegenheit, frühzeitig mit spannenden technischen Fragestellungen an den Nachwuchs heranzutreten. Auch das Thema „Digitalisierung“ wurde gestreift, das unsere Gesellschaft vor weitere Herausforderungen stellt und Konsequenzen insbesondere für die Arbeitswelt mit sich bringt.

Ebenfalls anwesend war die Technik-AG der Elsa-Brändström-Realschule. Die Schülerinnen und Schüler hatten mit ihrem Lehrer Martin Wegmann im Vorfeld Fragen an die Teilnehmer der Gesprächsrunde erarbeitet. Sie hinterfragten beispielsweise, ob die zunehmende Technisierung dazu führe, dass gleichzeitig Arbeitsplätze verloren gingen. Weiterhin wollten sie wissen, ob es nach wie vor wichtig sei, dass neben der Bedienbarkeit von immer komplexer und intelligenter werdenden Industriemaschinen weiterhin handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt werden sollten.

Die Gäste lieferten differenzierte Antworten und so wurde es am Ende ein kurzweiliger Austausch. Typisch für die Vernetzung der Anlagen und Maschinen sollten am Ende die Teilnehmer der Gesprächsrunde auf einen Buzzer drücken. Dieser war verbunden mit einem Roboter, dessen Greifarm ein Tuch zur Seite zog, das die zdi-Urkunde enthüllte.

Im Anschluss hatten die Gäste die Möglichkeit, sich die neuen Räumlichkeiten mit deren Anlagen und Maschinen anzusehen und sich von den Lehrern des Berufskollegs Rheine näher erklären zu lassen. Dabei wurden die Handyhalter ausgehändigt, die künftig bei den zdi-BSO-MINT-Kursen im Rahmen einer Unternehmenssimulation gefertigt werden. Ebenfalls lud ein Imbiss zum Gesprächsaustausch unter den Teilnehmern ein. Hierfür hatte die hauswirtschaftliche Abteilung des Berufskollegs Rheine gesorgt. Gegen 12 Uhr lief die Veranstaltung dann langsam aus.

Am Nachmittag stand schließlich in der Zeit von 13 Uhr bis 17 Uhr die Lernwerkstatt 4.0 dem interessierten Publikum aus der Region offen. Dieses Angebot nutzten einige Personen, die sich für das Konzept des neuen Schülerlabors interessierten und erklärt bekamen.